Runde 3

In der 3. Runde ( Viertelfinale ) des Westfalenpokals, die am 19.02.2012 ausgetragen wird muß die Germania reisen. Sie tritt beim Westfalenligarivalen SG Lütgendortmund an.

Auf Bitten der Germania wurde das Spiel vom 19.02.2012 ( Karnevalssonntag ) auf den 18.02.2012 ( Karnevalssamstag ) 15:00 Uhr verlegt. Dafür besten Dank an die Verantwortlichen der SG Lütgendortmund.

 

LüDoAm Samstag findet im Westfalenpokal der Frauen das Viertelfinale zwischen den beiden Westfalenligisten SG Lütgendortmund und SV Germania Hauenhorst statt. Der Anstoß zu dem Spiel erfolgt um 15:00 Uhr. Der Verein setzt zu diesem Spiel einen Bus ein. Einige Plätze sind noch frei. Abfahrt des Busses ist um 12:00 Uhr ab Waldparkstadion.

Zum Spiel: Das Spiel auf dem Lütgendortmunder Kunstrasen kommt für die Spanier / Jerzinowski Elf eigentlich zu früh. Witterungsbedingt konnte wenig draußen trainiert bzw. gespielt werden. Lediglich einmal Training und ein Testspiel (0:4 beim Herforder SV) stehen auf den Outdoor Aktivitäten der Germanenfrauen.
Ganz anders die Vorraussetzungen beim Gastgeber. Nicht nur der Vorteil des Kunstrasenplatzes und die häufige Nutzung machen den Gastgeber nicht zum Außenseiter. In der  Winterpause verstärkte sich das Team von Andreas Krznar mit den ehemaligern Bundesligaspielerinnen Larissa Kock und Kathrin van Kampen und wird den Germanenfrauen, unabhängig vom Tabellenstand, alles abverlangen. In den Vorbereitungsspielen zeigte die Elf aus Dortmund zum Teil sehr starke Leistungen und hat u.a. den Niederrheinligisten Heißen bezwungen.  Auch wenn Lütgendortmunds Coach tiefstapelt: Als Aussenseiter gehen unter diesen Vorzeichen die Gastgeber nicht ins Rennen.
Der Sieger dieser Begegnung trifft in einem Heimspiel auf den Sieger der Begegnung Westfalia Hagen gegen FFC Heike Rheine. Dieses Spiel wurde abgesagt, da die Stadt Hagen die Plätze gesperrt hat.

Der Bericht der Münsterländischen Volkszeitung

Germania Hauenhorst im Pokal ohne Thomalina Adams - von Werner Zeretzke


Rheine. Die Westfalenliga-Fußballerinnen von Germania Hauenhorst müssen am Samstag im Pokalspiel bei der SG Lütgendortmund auf ihre Nationalspielerin Thomalina Adams aus Namibia verzichten. Denn die 18-jährige Stürmerin ist für ihr Land wieder international im Einsatz. Sie steht im Aufgebot der U20-Nationalmannschaft Namibias, die ebenfalls am Samstag in Accra gegen Ghana um den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde für die U20-WM spielt. Nächster Gegner wäre der Sieger der Begegnung Botswana gegen die Komoren.
Doch das Team um Thomalina Adams ist nur krasser Außenseiter, ein Sieg in Accra wäre vergleichbar mit einem Erfolg der Fußballer aus San Marino in Deutschland. Eigentlich wollte Nationaltrainerin Jacqueline Shipanga Adams auch noch im Rückspiel am 3. März dabei haben, doch dagegen wehrten sich der Hauenhorster Coach Ralf Spanier und einige Mitstreiter aus Rheine. Jetzt wurde ein Kompromiss gefunden.
„Wenn Namibia in Accra ein Unentschieden erreicht oder gewinnt, dann ist sie auch im Rückspiel dabei“, erläutert Spanier. Das aber wäre eine Sensation, die sich niemand vorstellen kann. Während Ghana aktuell vermutlich die stärkste Frauenfußball-Nationalmannschaft Afrikas stellt, gehört Namibia zur Riege der Lehrlinge. Bei den Frauen schieden die „Brave Gladiators“, wie sich die namibische Nationalmannschaft nennt, in der Qualifikation um die Teilnahme an der Afrikameisterschaft gegen Tansania nach einem 0:2 und 2:5 aus.
Thomalina Adams fliegt heute Abend von Frankfurt aus nach Accra und kehrt in der Nacht zum Montag zurück. Weitere Einsätze für Namibia wird es für sie und ihre Hauenhorster Clubkameradin Uerikondjera Kasaona in den nächsten Monaten nicht geben. Im Juni wird voraussichtlich die U17- oder die U20-Nationalmannschaft von Namibia nach Westfalen kommen und Freundschaftsspiele bestreiten. Auch Germania Hauenhorst möchte wieder ein Spiel austragen.

 

 

MZGermania-Frauen per Eigentor ins Westfalenpokal-Halbfinale - von Christoph Niemeyer
 

Die 61. Spielminute war die entscheidende im Westfalenpokal-Viertelfinale zwischen der SG Lütgendortmund und den Fußballerinnen des SV Germania Hauenhorst. Geburtstagskind Nina Plaar brachte einen Freistoß scharf in den SG-Sechzehner, doch keine Hauenhorsterin erwischte das Leder, sondern die Lütgendortmunderin Kathrin van Kampen. Sie avancierte zum Pechvogel der Partie und bugsierte das Leder zum 1:0 für Germania ins eigene Netz.
Die zweite wichtige Szene in dieser Partie spielte sich vor dem anderen Tor ab. In der 32. Minute pfiff Schiedsrichterin Annika Paszehr Elfmeter für Lütgendortmund. „Das war eine Schwalbe“, wertete SVG-Co-Trainer Hennes Jerzinowski die Szene. Er hatte wohl recht, denn die SG-Schützin zielte am Kasten von Andrea Brümmer vorbei, es blieb beim 0:0.
Auf dem Kunstrasenplatz in Dortmund hielten die Gäste aus Hauenhorst in den ersten 45 Minuten erstaunlich gut mit, hatten sie doch vorab nur zwei Einheiten auf (Natur-)Rasen absolviert. Lütgendortmund hatte aufgrund des Kunstrasenplatzes da eine wesentlich bessere Vorbereitung.

Mit Libero und zwei Viererketten

Germania-Trainer Ralf Spanier hatte sein Team umgestellt. Hauenhorst agierte mit Libero (Nina Plaar), davor hatte Spanier zwei Viererketten aufgebaut, und im Angriff tummelte sich Torjägerin Nicole Schampera. Das Defensivkonzept ging auf, Germania hielt spielerisch mit und kämpferisch gut dagegen. Die beste SVG-Chance in der ersten Hälfte hatte Shanthy Sriskandarajah, doch sie scheiterte an der gegnerischen Torhüterin.
In der zweiten Hälfte ging Germania durch das Eigentor von Kathrin van Kampen (61.) glücklich in Führung. Im Anschluss versuchte Lütgendortmund alles, doch die Hauenhorster Defensiv-Abteilung ließ nichts zu. Und so jubelte Germania am Ende über den Einzug ins Halbfinale des Westfalenpokals – ein Novum in der Vereinsgeschichte.

MVGermania Hauenhorst siegt mit 1:0 und feiert Halbfinal-Einzug - VON DIRK MÖLLERS

Allen Grund zum Feiern hatten die Fußballfrauen von Germania Hauenhorst beim gestrigen Karnevalsumzug. Denn 24 Stunden zuvor schafften sie durch einen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg bei der SG Lütgendortmund den wohl größten Erfolg der Vereinsgeschichte und zogen ins Halbfinale des Westfalenpokals ein.
In einem ausgeglichenen Spiel, in dem die Germanenfrauen zwar spielerisch überlegen waren, aber mit dem bissigen Spiel der Gastgeber nicht zurecht kamen, entschied ein Eigentor nach einem Freistoß von Geburtstagskind Nina Plaar in der 60. Minute die Begegnung.
Dem Team des Trainerduos Ralf Spanier und Hans-Joachim Jerzinowski war die fehlende Praxis anzumerken. In der ersten Halbzeit stand den Gästen das Glück der Tüchtigen zur Seite. Besonders in der 33. Minute: Kathrin Wessel attackierte ihre Gegenspielerin im Strafraum, die zu Boden ging. Die Situation war allerdings alles andere als elfmeterreif. Das sah der Schiedsrichter anders. Erstaunlicherweise wechselte Lütgendortmunds Trainer in dieser Situation die Elfmeterschützin ein. Kalt von der Bank schoss die vermeintliche „Spezialistin vom Punkt“ neben das Tor.
Zuvor hatten Shanthy Sriskandarajah (10.) und Melanie Reinhold (12.) gute Möglichkeiten zur Führung.
Nach der Pause blieben die Germanen-Frauen überlegen und belohnten sich mit dem Führungstreffer.
„Das war ein verdienter Sieg, obwohl wir ein mulmiges Gefühl hatten. Immerhin stand der Gegner seit drei, vier Wochen im Training und konnte ausschließlich auf Kunstrasen üben“, freute sich Co-Trainer Hans-Joachim Jerzinowski.
Im Halbfinale trifft Hauenhorst in einem Heimspiel auf den Sieger der Partie Westfalia Hagen gegen FFC Heike Rheine. Das Spiel ist zunächst für den Gründonnerstag, 5. April, angesetzt.