1. Frauen

Im letzten Jahr wurde die von Ralf Spanier trainierte Mannschaft in der ersten Saison in der Westfalenliga sensationell Zweiter. Ein toller Erfolg für die Mannschaft. In die Saison 2011 / 2012 geht Spanier mit Verstärkung – Hennes Jerzinowski ist sein Co – Trainer.
Beide sehen die Mannschaft nicht als Aufstiegsfavorit, jedoch wollen sie oben mitspielen. Doch bekanntlich ist das 2. Jahr in einer Klasse das schwerste Jahr.
Trainingszeiten
- Dienstag - 19:15 - 21:00 Uhr
- Donnerstag - 19:15 - 21:00 Uhr
- Freitag - 19:15 - 21:00 Uhr
Noch ist der Kader nicht komplett - VON WERNER ZERETZKE
Rheine. Lange hielt sich Trainer Ralf Spanier zurück, bevor er die Katze aus dem Sack ließ. Erst am Donnerstagmorgen gab er die drei Neuzugänge für Germania Hauenhorst bekannt. Allerdings gelang es ihm nicht, die 18-jährige Stürmerin Kathrin Pels vom Landesligisten Preußen Borghorst loszueisen. Worüber er sichtlich sauer war. „Ich habe fest mit ihr gerechnet“, räumte er ein, „ihre Begründung war doch nur fadenscheinig.“ Gerade viele Spielerinnen aus dem Hauenhorster Kader hätten nach entsprechenden Äußerungen von Pels fest auf ihr Kommen gesetzt und fühlten sich wie vor den Kopf gestoßen.
Drei Neuzugänge präsentierte Spanier am gestrigen Donnerstag. So bestätigte er den Zugang der 17-jährigen Alexandra Mallwitz vom FFC Heike Rheine und der 22-jährigen Pinar Asma vom FC Oeding, die vor allem in der Offensive spielen werden. Aus der eigenen 2. Mannschaft wird die 21-jährige Frauke Lunkwitz hochgezogen. „Damit sind wir aber noch nicht fertig“, betonte Spanier, „es wird noch Verpflichtungen in der zweiten Wechselfrist geben, die bis zum 31. August läuft.“
Als Aufsteiger hätte die Saison 2010/2011 für die Westfalenliga-Kickerinnen von Germania Hauenhorst gar nicht besser laufen können, denn sie schossen sich noch hinter Meister FSV Gütersloh 2009 2 auf den zweiten Platz vor. Was besonders bemerkenswert war: Mit 75 Treffern stellten die Hauenhorsterinnen den stärksten Sturm der Liga. Und auf diese geballte Offensivkraft kann die Germania auch in der kommenden Saison vertrauen, selbst ohne Romina Burgheim, die es in die 2. Bundesliga zum SV Meppen zieht.
Doch 42 Gegentreffer in 26 Spielen signalisieren auch: Es muss etwas in der Defensive passieren, wenn Hauenhorst auch künftig dem Anspruch einer Spitzenmannschaft gerecht werden will. Und vielleicht tatsächlich um den Aufstieg in die Regionalliga mitspielen möchte. Das sei aber nicht der Anspruch, wie Spanier versicherte.
Einen entscheidenden Schritt könnte die Umstellung auf die Viererkette bedeuten, die eigentlich im modernen Fußball das Normale ist, aber die entsprechenden Spielerinnen mit guter taktischer Ausbildung und der entsprechenden Flexibilität erfordert. „Fünf oder sechs Spiele haben wir in der Meisterschaft schon mit Viererkette bestritten, und das hat hervorragend geklappt“, sagte Spanier.
Das Team in Hauenhorst hat sich eine Menge vorgenommen, ohne mit anspruchsvollen Zielen groß hausieren zu gehen. Das Vorbereitungsprogramm spricht Bände, denn Trainer Ralf Spanier hat fast nur Begegnungen mit höherklassigen Teams verabredet. Neben dem Turnier in Bohmte Ende Juli stehen noch Partien gegen Güterloh 2 und SV Meppen sowie gegen Herford 1 auf dem Plan.
Allerdings wendet Ralf Spanier auch mit einem Schuss Skepsis den Blick auf die Ligakonkurrenten. „Einige Mannschaften sind wirklich ganz schwer einzuschätzen“, sagt er, „das trifft für Lütgendortmund zu, aber auch für Bochum 2.“

So.
Mo.