Pressespiegel






Ralf Spanier hört bei Germania Hauenhorst auf

29.03.2012

MVVON WERNER ZERETZKE

Rheine-Hauenhorst. Kaum zu glauben, aber wahr: Der 49-jährige Fußballtrainer Ralf Spanier wird beim aktuellen Tabellenführer der Frauen-Westfalenliga, Germania Hauenhorst, aufhören. Selbst im Falle eines Aufstiegs in die Regionalliga. Das bestätigte er auf MV-Nachfrage.

Paradox genug: Spanier sitzt zugleich in der Trainerfindungskommission, die möglichst schnell seinen Nachfolger präsentieren soll. Angesprochen wurde auch die 191-fache Ex-Nationalspielerin Kerstin Stegemann, die in Hauenhorst wohnt und seit einigen Wochen wieder, wenn auch unregelmäßig, bei den Germaninnen mittrainiert.
Schon früh hatte Spanier erklärt, dass er die Mannschaft eigentlich nur im Falle eines Aufstiegs auch in der Saison 2012/2013 in der Regionalliga trainieren wolle. „Ich brauche einfach einen Kick, der Reiz muss da sein“, meinte er, „im Falle eines Nicht-Aufstiegs hätte ich Angst gehabt, dass mir die Motivation fehlt und ich nicht mehr bei der Sache bin.“ Er brauche einfach eine Herausforderung.
Das Risiko für Spaniers Zaudern hätte aber komplett bei Germania Hauenhorst gelegen. Denn die 1. Frauenmannschaft liefert sich in der Westfalenliga ein an Dramatik kaum zu übertreffendes Duell mit der 2. Mannschaft des VfL Bochum. Viel spricht dafür, dass die Entscheidung über den Meistertitel erst an einem der letzten beiden Spieltage fällt. Schaffen Melanie Reinhold, Tina Wewer und die anderen dann den Aufstieg nicht, stände Hauenhorst ohne Trainer da.
Dieses Risiko war dem Club doch zu groß, und deshalb forderten die Verantwortlichen Spanier schon vor einigen Wochen auf, sich endgültig zu entscheiden. So vor die Wahl gestellt sagte der Trainer dann: „Ich höre zum 30. Juni auf.“
Diese Information sollte zunächst unter der Decke bleiben, doch auf leisen Sohlen machten sich die Hauenhorster doch schon auf die Suche nach einem Nachfolger. Oder Nachfolgerin. „Am kommenden Sonntag, also am 1. April, haben wir ein Gespräch mit einer Kandidatin“, ließ sich Spanier entlocken.
Der Noch-Trainer bildet zusammen mit dem 1. Vorsitzenden von Germania Hauenhorst, Rüdiger Happe, und dem Leiter der Frauenfußballabteilung, Bernhard Reinhold, die Trainerfindungskommission. Angesprochen haben sie bislang relativ wenige Kandidaten, darunter aber auch die Doppel-Weltmeisterin Kerstin Stegemann.
Die heute 34-Jährige hat ihre sportlichen Wurzeln bei Germania. Deshalb war ihr auch eine Herzensangelegenheit, am 5. Juni 2010 ihr Abschiedsspiel im Waldpark-Stadion auszutragen. Seit vier Wochen trainiert sie unregelmäßig bei der Hauenhorster Mannschaft mit. Und sie ist topfit, könnte sofort bei der 1. Mannschaft mitspielen. „Sie ist eine Traumkandidatin“, meinte Spanier, „aber die Chancen stehen unter 50 Prozent.“

 

Spanier hört auf, Stegemann kommt aber nicht - Von Lars Johann-Krone

Spanier hatte bereits in der Winterpause seine Gedankenspiele, den Trainerjob bei der Germania an den Nagel zu hängen, öffentlich gemacht. Damals kündigte er an, aufhören zu wollen, wenn die Hauenhorster Fußballerinnen den Aufstieg in die Regionalliga verpassen sollten. In die Drittklassigkeit wollte er das Team wohl noch begleiten.
„Zu dieser Aussage stehe ich auch weiterhin“, so der Trainer. Der Verein und Spanier haben sich aber zusammengesetzt und die Lage erörtert. Sollten die Hauenhorsterinnen den Aufstieg am letzten Spieltag verspielen, stünde das Team schließlich ohne Trainer da. „Daher sind wir in diesem Gespräch zu dem Ergebnis gekommen, dass ich gehen muss. Da verstehe ich den Verein auch“, erklärt der 49-jährige Spanier.
Der ist mittlerweile in der vierten Saison bei der Germania aktiv. Er übernahm die Truppe als Aufsteiger in die Landesliga und führte sie an die Spitze der Westfalenliga. Die Landesliga-Meisterschaft, die Vizemeisterschaft in der Westfalenliga sowie zwei Kreispokalsiege und eine Hallenkreismeisterschaft hat der SVG in dieser Zeit gefeiert. In dieser Saison soll der Sprung in die Regionalliga gelingen.
Bei der komplizierten Suche nach einem Nachfolger möchte Spanier aktiv mithelfen. „Kandidaten gibt es schon. Es gibt aber einen feinen Unterschied zwischen Personen, die ein Frauenfußballteam trainieren wollen und denen, die es können“, so Spanier.
Erfahrung nennt der Coach als eine wichtige Fähigkeit, die sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin haben sollte. „Ich war in meinen fast elf Jahren als Frauen-Trainer auch immer ein guter Zuhörer“, so Spanier, der vor allem die Gespräche mit den erfahrenen Spielerinnen im Team für sehr wichtig hält. „Und ich glaube, der fachautoritäre Stil ist Fall eher gefragt als der amtsautoritäre“, so der Übungsleiter.
Am 1. April soll das erste Gespräch mit einer möglichen Nachfolgerin stattfinden. Eine Kandidatin kann der SVG bereits von der Liste löschen. Ex-Nationalspielerin Kerstin Stegemann, die ihre Fußball-Karriere in Hauenhorst begann und sie mit ihrem Abschiedsspiel im Waldparkstadion 2010 auch dort beendete, macht den Job nicht.
Sie trainierte an den vergangenen Freitagen zwar mit den Hauenhorsterinnen mit, jedoch nur, um sich für das Abschiedsspiel der ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegin Birgit Prinz fitzuhalten.
„Ich habe keine Zeit. Ich habe ein Haus in Hauenhorst und dem Verein viel zu verdanken. Ich hatte auch eine lose Anfrage, aber zeitlich funktioniert es nicht“, berichtet Stegemann. Bei täglich fast zwei Stunden Fahrtweg zur Sportschule der Bundeswehr in Warendorf, bei der Stegemann tätig ist, kann man die Absage durchaus verstehen. „Ich habe nach dem Ende meiner Karriere endlich die Freiheiten, andere Dinge zu tun. Mich um meine Pferde zu kümmern, zum Beispiel. Und das soll auch so bleiben“, erklärt die 34-Jährige.


?Pele? und ?Mammi? haben Hauenhorst im Sturm erobert

24.12.2011

MV„Pele“ und „Mammi“ haben Hauenhorst im Sturm erobert - von Werner Zeretzke

Rheine-Hauenhorst. Gleich zwei Nationalspielerinnen für Germania Hauenhorst - das war eine richtige Sensation für die die Fußballszene in Rheine und selbstverständlich auch für die Frauenfußball-Westfalenliga. Vor rund neun Wochen wurden die 18-jährige Thomaline Adams und die 25-jährige Uerikondjera Kasaona als Neuzugänge für das Team um Trainer Ralf Spanier vorgestellt.
Mittlerweile ist der Trainingsalltag im Waldparkstadion eingekehrt. „Pele“ und „Mammi“ - so waren die Spitznamen der beiden schon in Namibia - sind fester Bestandteil des Hauenhorster Teams. Und wollen mit der Spanier-Truppe in die Regionalliga aufsteigen und damit zugleich an der stadtinternen Vormachtstellung des FFC Heike rütteln.
Beide Spielerinnen haben in Rheine ihren Platz im Leben und im Team gefunden. Obwohl sie kaum unterschiedlicher sein könnten. Thomaline „Pele“ Adams ist eine temperamentvolle Offensivspielerin, deren ungestümer Drang in Richtung gegnerischer Hälfte Trainer Spanier schon hin und wieder energisch Grenzen setzen muss. „Disziplin muss sie noch lernen, im taktischen Bereich hat sie Mängel“, sagt dieser. Adams sei ein kleiner Haudegen, der immer nur noch vorne strebt. Es falle ihr schwer, nach hinten zu arbeiten und Defensivaufgaben zu erfüllen.
Dennoch erhielt Adams in den vergangenen Wochen bereits mehr Spielanteile als die wesentlich ältere Uerikondjera Kasaona. Dabei ist „Mammi“ eine sehr erfahrene Fußballerin mit großer Umsicht, die bereits viele Länderspiele für Namibia ausgetragen hat. Aber sie muss in Hauenhorst mit vielen guten Defensivspielerinnen konkurrieren. Da sie zudem mit Trainer Spanier auch noch in den ersten Wochen auf der Suche nach der richtigen Position war, kam sie zunächst nicht so zum Zuge wie erhofft. Und die eher nachdenkliche und introvertierte Spielerin sagte dem Germanen-Coach ihre Meinung auch recht deutlich.
Doch mittlerweile läuft es immer besser, und Ralf Spanier hatte nach dem 2:2 im Spitzenspiel gegen Berghofen am letzten Spieltag vor der Winterpause ein ganz dickes Kompliment parat. „Das war ihr mit Abstand bestes Spiel für uns“, betonte Spanier. Wenn Hauenhorst mit Viererkette spielt, dann wird Kasaona in der Innenverteidigung eingesetzt. Wechselt der Trainer auf ein Rauten-System mit Libero, spielt sie auf einer der beiden „Sechser“-Positionen.
Thomaline Adams und Uerikondjera Kasaona absolvieren bis zum August 2012 ein Praktikum beim TV Jahn und haben dort viele Freundinnen gefunden. Zwischen den Feiertagen haben sie frei, aber langweilig wird ihnen nicht. Natürlich sind sie bei den Teamkolleginnen oder auch dem Trainer eingeladen, sind viel unterwegs.
Aber natürlich setzen den beiden auch die besonderen deutschen Bedingungen zu. Temperaturen um zehn Grad empfinden sie als bitterkalt, und ein Fußballspiel bei Schneefall können sie sich schon mal gar nicht vorstellen. Denn sie werden irgendwann in den kommenden Wochen zum ersten Mal die „weiße Pracht“ überhaupt erst persönlich in Augenschein nehmen.
Auch Hallenfußball ist eine Sportart, die selbst Nationalspielerinnen in Namibia gänzlich unbekannt bleiben muss. Denn dort wird es nie so kalt, dass man das Vergnügen mit dem runden Leder nur noch als Indoor-Spektakel betreiben kann. Doch Spanier setzt auch in der Halle auf seine beiden Spielerinnen mit internationaler Erfahrung. Und insbesondere deren ausgezeichneten technischen Fähigkeiten werden ihnen helfen, auch hier erfolgreich auf Titeljagd zu gehen.


1. Frauenmannschaft klopft an die Tür zur Regionalliga

17.11.2011

MZSVG klopft an die Tür zur Regionalliga - von Michael Mathia


HAUENHORST In der Vorsaison waren die Frauen des SV Germania Hauenhorst Vizemeister in der Westfalenliga. Jetzt klopft das Team von Trainer Ralf Spanier und Co Hennes Jerzinowski aber laut an die Tür zur Regionalliga. Das Team liegt punktgleich mit dem VfL Bochum II auf Platz zwei, die Spitze hat der VfL der SVG am vergangenen Sonntag mit dem 8:2 über den Herforder SV II abgeluchst. Dank des nun besseren Torverhältnisses.
In knapp zweieinhalb Wochen kommt es in Bochum zum Gipfeltreffen, am 4. Dezember geht's dann wohl um die Herbstmeisterschaft. „Silke van den Berg spielt beim VfL. Wir kennen uns aus früheren Bundesliga-Zeiten beim FFC Heike Rheine. Ich weiß von ihr, dass die Bochumer heiß auf uns sind“, erzählt Spanier. Für ihn ist dieses Spiel aber noch entfernte Zukunftsmusik. „Wir müssen vorher im Westfalenpokal gegen FFC Recklinghausen bestehen, danach geht es im Kreispokal zu Eintracht Rodde, ehe noch das Spiel bei Schlusslicht Herford II kommt“, sagt Spanier.
Dass seine Mannschaft so gut dasteht, ist für den Coach ein wenig überraschend. Obwohl er vor der Saison als Ziel ausgegeben hat, oben mitzuspielen. „Aber die Liga ist viel stärker geworden als in der letzten Saison“, gibt er zu Bedenken. Starke Absteiger aus der Regionalliga und die drei Aufsteiger SpVg. Berghofen aus Dortmund (Vierter), der VfL Billerbeck (Fünfter) und die Warendorfer SU (Sechster) hätten für eine höhere Leistungsdichte gesorgt. Nicht zu vergessen seien auch die Reserve-Teams aus Bochum und Herford oder die Frauen von Arminia Bielefeld, „die seit vier Jahren versuchen aufzusteigen“.
Dass die SVG-Frauen zurzeit so gut dastehen, „das hat natürlich seine Gründe“, weiß Spanier. In erster Linie hätten es sich seine Spielerinnen mit Trainingsfleiß selbst verdient. „Wir haben drei Einheiten die Woche, da sind immer um die 15 Leute da“, lobt Spanier. Er könne sein Programm immer durchziehen, der Kader sei so auf dem gleichen Level. „Die Mädels sind auch enger zusammengerückt“, ist für ihn der Teamgeist eine weitere Säule des Erfolgs. Die beiden Nationalspielerinnen Thomalina „Pélé“ Adams und Uerikondjera „Mammie“ Kasaona aus Namibia stärken den ohnehin guten Kader in der Breite zusätzlich.
Eine tragende Rolle spielt auch Nicole Schampera (17 Tore). „Sie stand letzte Saison im Schatten von Romina Burgheim, blüht nun aber richtig auf“, hat der SVG-Trainer beobachtet. Die Angreiferin avancierte trotz ihrer 22 Jahre neben Spielmacherin Melanie Reinhold und Kapitän Tina Wewer zur Führungskraft. „Von ihren Toren profitieren wir sehr“, so Spanier, der auch die erfahrene Andrea Brümmer (30) im Tor zur Führungsriege zählt.


Einmalige Zusammenarbeit von Vereinen und Verbänden

27.10.2011

Zwei junge Frauen aus Namibia leben für ein knappes Jahr in Deutschland. Gestern kamen sie in Deutschland an, heute wurden sie von der Bürgermeisterin empfangen.

Die beiden absolvieren ein Praktikum beim TV Jahn Rheine und spielen bei Germania Hauenhorst Fußball.

Die Presse berichtet in ihren Onlineausgaben über den Empfang durch die Stadt Rheine, die Zielsetzungen und soziale Kompetenz der beteiligten Verbände und Vereine.

MVGermania Hauenhorst freut sich über zwei Neuzugänge aus Namibia - VON WILHELM OTTO KOCH

Rheine. Der Sport macht es möglich. Nach dem Freundschaftsspiel des SV Germania Hauenhorst gegen das Nationalteam Namibias entstand im vergangenen Juli die Idee, den afrikanischen Spielerinnen Thomalina Adams und Uerikondjera Kasaona einen Aufenthalt in Rheine zu ermöglichen. Zusammen ermöglichten Verbände, das Ausländeramt Rheine und die Botschaft ein Jahrespraktikum beim TV Jahn Rheine, das am kommenden Montag beginnt.
Dort treffen Adams und Kasaona auf Melanie Reinhold und Frauke Lunkwitz, beide in der Westfalenliga für Germania Hauenhorst aktiv. Beim dortigen Fußballverein werden sie künftig trainieren. SVG-Vorsitzender Rüdiger Happe freut sich über die Verstärkung der Mannschaft: „Es haben viele mitgewirkt in der Sache, besonders Artur Rose vom FLVW, der in Hauenhorst wohnt.“ Die Spielberechtigung für die beiden Spielerinnen liegt bereits vor.
Im Haus von Bernd Lunkdwitz, Vorsitzender der SG Elte und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Rheine, wohnen die Fußballerinnen. „Wir machen das gerne und haben den Platz dafür“, sagt Lunkwitz. Internationale Gäste aus Polen, Australien und England genossen bereits die Gastfreundschaft im Hause Lunkwitz.
Nach der Landung am Dienstag in Frankfurt wurden die beiden Sportlerinnen gestern im Rheiner Rathaus empfangen. Bürgermeisterin Angelika Kordfelder begrüßte die Gäste „in der Sportstadt Rheine“. Ihr besonderer Dank galt Bernd Lunkwitz, der beiden ein wohnliches Umfeld mit Familienanschluss ermöglicht.
Ralf Kamp, Vorsitzender des TV Jahn Rheine, freute sich über die perfekte Zusammenarbeit: „Eine Hand greift hier in die andere.“
Germanias Vorsitzender Rüdiger Happe ergänzte in Richtung der Sportlerinnen: „Beide sollen sich hier wohlfühlen. Das das Wichtigste.“

MZEin einmaliges Projekt - von Janis Kegler

RHEINE „Es ist ein Zusammenspiel, bei dem eine Hand klug in die andere griff“ – mit diesen Worten brachte der Vorsitzende des TV Jahn Rheine Ralf Kamp die Bemühungen der letzten Wochen und Monate um ein bisher bundesweit einmaliges Projekt auf den Punkt.

Mit Thomalina Adams und Uerikondjera Kasaona werden in den nächsten elf Monaten zwei namibische Fußballnationalspielerinnen in der Emsstadt weilen.
Der Kontakt und die Idee dazu entstand im Juni diesen Jahres. „Damals bestritt Namibias Frauen-Nationalelf ein Freundschaftsspiel gegen den SV Germania Hauenhorst“, erinnert sich Artur Rose vom FLVW und Begleiter der namibischen Delegation.
Nachdem sich die beiden Mannschaften gut verstanden haben, reifte die Idee heran, zwei Spielerinnen zu einem Jahrespraktikum einzuladen. „Melanie Reinhold kam ein paar Tage danach zu mir, und da ich mich nicht so schnell verstecken konnte, musste ich ihr zusagen“, sagt Kamp mit einem Augenzwinkern. Der Startschuss für ein ehrgeiziges Projekt war gefallen.
Doch es stellten sich einige bürokratische Hürden zwischen ein frühzeitiges Eintreffen von Adams und Kasaona. Eigentlich sollte ein einfacher Brief reichen, um die beiden Spielerinnen nach Deutschland zu holen, wie Kamp erklärt. Doch als ganz so einfach stellte sich die Sachlage dann doch nicht heraus. „100 E-Mails wurden in dieser Sache zwischen uns, dem TV Jahn, dem DOSB und Auswärtigem Amt verschickt“, betont Artur Rose. Erst danach wurde der „Kampf mit den Mühlen der Verwaltung gewonnen. Jetzt freuen wir uns, dass die beiden da sind,“ so Rose. „Es gibt kein Förderprogramm, keine Schublade, in die das ganze passt. Nur durch den Willen vieler Menschen wurde dieses Projekt möglich,“ sagt Rose.
Diesen Menschen dankte auch Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder. „Rheine ist eine sportbegeisterte Stadt, die sportliche Gäste immer sehr willkommen heißt. Unsere Stadt hat sehr viel zu bieten, das werden die beiden noch feststellen. Mein Dank geht an alle Beteiligten, besonders an die Familie Lunkwitz, ohne die dieses Unternehmen ausgeschlossen wäre.“
Die Familie Lunkwitz war sofort bereit, die beiden Afrikanerinnen für die Dauer ihres Aufenthaltes bei sich aufzunehmen. Die Familie hat Erfahrung damit, Menschen bei sich wohnen zu lassen, erläutert Bernd Lunkwitz: „Wir hatten schon Besuch aus Australien, Polen, Frankreich und England. Bei uns geht es ohne andere Kulturen schon fast nicht mehr.“
Auch beim TV Jahn oder bei Germania Hauenhorst werden die beiden jungen Frauen mit offenen Armen empfangen. Natürlich werden die Gäste bei Germania Hauenhorst spielen, bereits am Dienstag absolvierten sie ihre erste Trainingseinheit mit der neuen Mannschaft. Der Vorsitzende Germanias Rüdiger Happe betonte, dass sich die beiden wohl fühlen sollen während ihres Aufenthalts.
Beim TV Jahn werden sie ein elfmonatiges Praktikum absolvieren. Dazu erklärte Melanie Reinhold: „Sie sollen einen Eindruck vom Verein gewinnen, wobei sie zu 90 Prozent mit Kindern arbeiten, wie im offenen Ganztag oder den Tanzgruppen."



Jochen Jahnke: Wir müssen nicht Meister werden

19.10.2011

MVJoachim Jahnke: „Die Meisterschaft ist nicht unser ausgewiesenes Ziel“ - von Jürgen Westhoff


Rheine-Hauenhorst. Joachim „Jochen“ Jahnke, Trainer von Germania Hauenhorst, musste am vergangenen Sonntag mit seiner Elf eine empfindliche 0:2-Heimniederlage gegen Matellia Metelen hinnehmen. Der akribisch arbeitende Coach versuchte über 90 Minuten seiner Elf von der Seitenlinie zu helfen, letztlich ohne Erfolg. Die Hauenhorster ließen drei wichtige Punkte im Kampf um das Titelrennen liegen. MV-Mitarbeiter Jürgen Westhoff sprach mit Jahnke über die Auswirkungen der Niederlage.

Wie tief sitzt der Stachel nach der 0:2-Niederlage gegen Matellia Metelen?
Jahnke: Nicht sehr tief. Wir haben es natürlich versäumt, den Abstand auf Wilmsberg weiter zu verkürzen..

War die Niederlage vermeidbar?

Jahnke: Ja, sie wäre zu verhindern gewesen. Aber in der ersten Halbzeit haben wir nicht in die Zweikämpfe gefunden und den Gegner trotz Überzahl in der Defensive zum Toreschießen eingeladen.

Ist die Mannschaft dennoch stark genug, um noch in den Meisterschaftskampf einzugreifen?
Jahnke: Die Meisterschaft ist nicht unser ausgewiesenes Ziel. Das Ziel bleibt nach wie vor ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften der Tabelle.

Gegen Metelen feierte Torwart Dennis Fischer nach langer Verletzungspause sein Saison-Debüt. Ist alles komplikationslos verlaufen?
Jahnke: Dennis hat die ganze Woche hart trainiert und es ist alles gut verlaufen, so dass er bedenkenlos eingesetzt werden konnte. Die lädierte Hand bereitet ihm keine Schmerzen mehr.

Muss Björn Reinhold jetzt wieder ins zweite Glied oder gibt es einen offenen Kampf um das Trikot mit der Nummer eins?

Jahnke: Es wird wohl einen offenen Zweikampf geben, denn in der Abwesenheit von Dennis hat Björn seine Sache sehr gut gemacht und uns zum Beispiel bei Borussia Emsdetten 2 im Spiel gehalten. Vermutlich hätten wir ohne seine starke Leistung nicht gewonnen.

Stoßen demnächst Rekonvaleszenten oder Urlauber wieder zum Kader? Wie sieht es bei André Bischoff aus?
Jahnke: Ich erwarte die beiden Urlauber Björn und Fabian Liekam sowie Maik Weber zurück. Bei André geht es aufwärts. Ich rechne damit, dass er in der nächsten Woche wieder mit dem Lauftraining beginnt.

Am kommenden Sonntag geht es zum Derby nach Portu Rheine. Wie sehen sie die Chancen ihrer Mannschaft?
Jahnke: Das wird sehr schwer für uns. Portu verfügt über sehr gute Einzelspieler, die immer in der Lage sind, ein Spiel zu entscheiden. Dazu kommt der enge Platz, der sicherlich ein weiterer Vorteil für Portu ist. Das Team dürfte nach der Niederlage im Derby gegen Gellendorf richtig heiß sein. Stephan Sloot hat die ersten zwei Derbys gegen Altenrheine und Gellendorf verloren, er will endlich gewinnen. Unser Ziel muss es sein, nicht zu verlieren. Dann behalten wir unsere gute Ausgangsposition.


Ein Ass hat Ralf Spanier noch im Ärmel

16.09.2011

mvvon Werner Zeretzke

-wz- RHEINE-HAUENHORST. Ralf Spanier coacht die Westfalenliga-Fußballerinnen von Germania Hauenhorst - und ist ein erfahrener Trainer. Die Frage könnte lauten: Wie viel Prozent vom Leistungsvermögen eines FFC Heike hat die Germania aktuell? Spaniers Antwort: „Wir sind jetzt bei 80 Prozent der Leistung, die wir für die Saison brauchen.“ Der ehemalige Heike-Trainer will nicht nur in Kategorien der Konkurrenz zum FFC denken, sondern kann sich eher gemeinsame Projekte vorstellen.
Die Tagesaufgabe für Hauenhorst aber heißt zunächst mal: Gut in die neue Saison starten. Los geht es am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Warendorf. Spanier wird nicht müde, das Saisonziel so auszugeben: „In der vergangenen Saison waren wir Vizemeister, jetzt wollen wir oben in der Spitzengruppe mitspielen.“ Vom Aufstieg sei keine Rede, er verweist auf die starke Konkurrenz aus Lütgendortmund, Billerbeck und Bielefeld.
Schon kurz nach dem Ende der ersten Wechselfrist am 30. Juni hatte Spanier angekündigt: „Wir haben noch nicht abgeschlossen.“ Doch mittlerweile ist der 31. August verstrichen, und in Hauenhorst ist nicht geschehen. Spanier lächelt süffisant und antwortet: „Es wird sich etwas tun innerhalb der nächsten vier Wochen, und es wird eine Überraschung sein.“
Kehrt vielleicht die 191-fache Ex-Nationalspielerin Kerstin Stegemann nach gut 25 Jahren nach Hauenhorst zurück? Spanier ist begeistert von der Idee, sagt aber: „Das schließe ich aus.“ Obwohl die 33-jährige Doppel-Weltmeisterin topfit ist, regelmäßig vor dem Waldstadion beim Laufen und Mountainbike-Fahren gesichtet wird.
Hauenhorst hat zwar Torjägerin Romina Burgheim an den Zweitligisten SV Meppen verloren, doch Trainer Spanier ist von seinen Neuzugängen Alexandra Mallwitz (vom FFC Heike), Pinar Asma (FC Oeding) und Frauke Lunkwitz (2. Mannschaft) begeistert. Auch Perspektivspielerin Eileen Schulz aus den eigenen B-Mädchen habe sich kontinuierlich gesteigert. „Am meisten hat mich Frauke überrascht, denn die kann ich praktisch auf jeder Position bringen“, betonte der Coach.
Die Vorbereitung hatte es in sich für die Hauenhorster Kickerinnen, zumal sie fast nur gegen höherklassige Gegnerinnen spielten. „Aber die Stimmung ist sehr gut, ebenso die Trainingsbeteiligung“, meinte Spanier. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Qualität der Defensive, und mit einer stabilen und eingespielten Viererkette kann viel möglich sein.
Vielleicht sogar ein Sieg im Stadtduell gegen Heike? Aber auf diese Frage gibt der Hauenhorster Trainer ja keine Antwort. Über einen Rheine-Cup, um regelmäßig die beste Rheiner Frauenmannschaft auszuspielen, macht er sich auch keine Gedanken. Eine gute Idee wäre für ihn jedoch die gemeinsame Austragung eines großen Frauenfußballturniers in Rheine.


Trainer-Tipp: Altenrheine und Horstmar als Meisterkandidaten

26.08.2011

MZWer wird Meister? Und: Wo landet die eigene Truppe? - Von Sven Ebbing

Die Trainer der Kreisliga A antworten kurz vor Saisonbeginn auf diese MZ-Fragen.



Beim Bezirksliga-Absteiger Germania Hauenhorst gibt Jochen Jahnke die Marschroute vor: „Das Saisonziel ist, unter die ersten fünf, sechs Mannschaften zu kommen.“ Meister, so glaubt der neue Germania-Coach, wird der SC Altenrheine.

Der SC Altenrheine-Trainer Frank Karlisch will auch in dieser Saison „oben mitspielen“ und „nicht nochmal Zweiter werden“. Konkret heißt das: Der Aufstieg soll es sein. Beim Meistertipp hält er sich aber logischerweise zurück und setzt auf den Bezirksliga-Absteiger 1. FC Nordwalde.

Der SV Wilmsberg will „besser als letzte Saison abschneiden“, wie Coach Suad Sadovic betont. Da waren die Piggen Siebter, diesmal soll es ein Platz unter den ersten Fünf werden. Für Sadovic ist Germania Hauenhorst der aussichtsreichste Kandidat auf den Titel.

Christoph Klein-Reesink, Übungsleiter bei Germania Horstmar, visiert nach Platz drei in der Vorsaison „Platz fünf und höher“ an. „Klarer Aufstiegsfavorit ist und bleibt für mich der SV Wilmsberg“, ist sich Klein-Reesink sicher.

Der 1. FC Nordwalde kommt aus der Bezirksliga und rechnet mit einem harten Konkurrenzkampf. „Wir streben einen Platz unter den ersten Fünf an. Auf einen Meister kann ich mich wegen der hohen Leistungsdichte nicht festlegen“, gibt Coach Carlos Andrade zu Protokoll.

Bei Matellia Metelen backt Spielertrainer Markus Pels nach den Abgängen mehrerer wichtiger Spieler kleine Brötchen: „Wir müssen möglichst schnell 40 Punkte erreichen, um den Klassenerhalt zu sichern.“ Im Lokalrivalen Germania Horstmar sieht Pels den Titelanwärter Nummer eins.

Stefan Sloot geht in seine erste Saison als Trainer bei Portu Rheine. Er sagt: „Ein einstelliger Tabellenplatz ist Pflicht. Und der Blick soll weiter nach oben gehen.“ Im Kampf um den Aufstieg glaubt Sloot, dass „Altenrheine seinen Bann endlich brechen wird“.

Beim SuS Neuenkirchen II ist Björn Laurenz der neue Mann an der Seitenlinie. „Ich möchte unter die ersten Fünf“, sagt er und hält Germania Horstmar und den SC Altenrheine für die Meisterschaftsfavoriten.

Radikal verjüngt hat sich der TuS Laer. Dementsprechend könnte Trainer Thomas Fraundörfer „mit einem einstelligen Tabellenplatz gut leben.“ Auf einen Meistertipp möchte er sich nicht festlegen.

Für Aufsteiger SV Burgsteinfurt II gibt es nur ein Ziel, und das lautet Klassenerhalt. Im oberen Tabellendrittel rechnet Serdar Hitzlitürk mit einem engen Titelrennen. „Aber ich glaube, der SV Wilmsberg macht’s“, tippt der Coach der SVB-Reserve.

Heinz Feitel ist bei Westfalia Bilk schon fast ein Urgestein. In seiner siebten Saison auf der Trainerbank lautet die Vorgabe ebenfalls „Klassenerhalt“. Kandidaten für den Aufstieg in die Bezirksliga sieht Feitel viele, „die besten Chancen hat aber Germania Horstmar.“

Die zweite Garde von Borussia Emsdetten peilt „einen einstelligen Tabellenplatz“ an, wie Coach Klaus Waschulewski sagt. Auch er glaubt an Germania Horstmar als Meister.

Stadtrivale Fortuna Emsdetten, trainiert von Reinhard Kloppenborg, möchte frühzeitig den Klassenerhalt sichern. Kloppenborg legt sich auf einen Aufsteiger fest: „Ich denke, Altenrheine wird Meister.“

Die Reserve des SC Preußen Borghorst geht in ihr zweites Jahr in der Kreisliga A. Friedhelm Wies wäre „mit dem erneuten Nichtabstieg einverstanden“. Der Coach des SCP II traut Germania Hauenhorst am ehesten den Titel zu.


Jochen Jahnke wagt Schritt in den Seniorenbereich

20.06.2011

MVJochenJochen Jahnke wagt Schritt in den Seniorenbereich - von Jürgen Westhoff

Jochen Jahnke, der neue Trainer von Germania Hauenhorst, wagte einen großen Schritt. Bisher war der 54-Jährige fast ausschließlich im Jugendbereich tätig gewesen, doch ab der kommenden Saison übernimmt er seine erste Funktion als Alleinverantwortlicher einer Seniorenmannschaft. Und die ist wahrlich keine Kirmestruppe, denn die Hauenhorster haben seit mehreren Jahren ihre Klasse zumindest auf Kreisebene bewiesen.
Seit mehr als zehn Jahren hat sich Jahnke einen guten Namen im Jugendbereich erworben und begann seine Trainertätigkeit 1998 bei Amisia. Dort trainierte er vier Jahre die E- und D-Junioren. Dann machte er einen zweijährigen Abstecher in den Seniorenbereich und fungierte unter Norbert Tillar als Co-Trainer der 1. Mannschaft von Amisia. Am Ende der Saison 2003/2004 sprang der Landesliga-Aufstieg dabei heraus. Auch im nächsten Jahr blieb er unter Tiller zweiter Mann bei den Amisen.
Dann folgte der Wechsel zum FC Eintracht, wo Jahnke mit Harry Quandt drei Jahre lang die B-Junioren coachte. 2007 übernahm Jahnke die U15 von Ulli Peltner, die er im Jahr 2009 auf den dritten Platz der Landesliga führte. Ab 2010 war er für die Westfalenliga-Kicker der U19 des FC Eintracht verantwortlich.
„Ich wollte schon immer in den Seniorenbereich wechseln. Wenn Norbert Tillar im letzten Jahr sein Engagement bei der Reserve nicht fortgeführt hätte, wäre das sicherlich eine Option gewesen. Doch das Jahr Westfalenliga war auch enorm lehrreich und hat viel Freude gemacht“, betont Jahnke. Der Kontakt zu Germania Hauenhorst kam über Stefan Rother und Siggi Göcke zustande. Rother und Jahnke kannten sich vom Stützpunkt, außerdem war Rother selbst drei Jahre Trainer in Hauenhorst.
„Was meine Entscheidung für Hauenhorst positiv beeinflusst hat, war der Charakter der 1. Mannschaft. Die Jungs haben eingesehen, dass sie die Karre in den Dreck gefahren haben und wollen sie nun wieder flott machen. Kein Spieler hat den Verein verlassen, alle wollen sich rehabilitieren“, sagt Jahnke. Wertvoll sei auch die Zusammenarbeit mit Christian Smit, der ihm als Co-Trainer assistiert. Smit wird ihm sicherlich einige gute Ratschläge geben können. Als Torwarttrainer steht Markus Kampka bereit. Besonders freut sich Jahnke auf die Voraussetzungen in Hauenhorst, denn die Infrastruktur sei hervorragend.
Zusammen mit Jochen Jahnke wechseln auch seine Söhne Oliver und Tim von GW Rheine ins Waldparkstadion. Weitere Verpflichtungen sind Simon Rosetti vom FC Eintracht und Luka Hohdorf vom SC Altenrheine.
Mit dem neuen Trainer wird auch ein neues System Einzug in Hauenhorst halten. Jahnke ist ein Verfechter der Viererkette und wird sie auf jeden Fall zur neuen Saison einführen. „Da habe ich genügend flexible Spieler, die sie praktizieren können. Auch Luka Hohdorf hat sie als Jugendlicher beim SCA schon praktiziert“, weiß der Übungsleiter. Aus einer sicheren Defensive soll seine Mannschaft agieren und Druck über die Flügel aufbauen.
Sportliche Vorgaben gibt es vom Verein für ihn nicht, das Ziel sei ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften. „Wenn es mehr wird, würde es mich freuen“, meint er schmunzelnd.

 


Romina Burgheim wechselt nach Meppen

04.05.2011

MVVON WERNER ZERETZKE

Rheine. Die 23-jährige Stürmerin Romina Burgheim wird den Westfalenligisten Germania Hauenhorst am Ende der Saison verlassen. Die Spielerin bestätigte, dass sie in der kommenden Saison für den Zweitligisten Viktoria Gersten auf Torejagd gehen wird. Das Team wird allerdings künftig für den SV Meppen um Zweitligapunkte spielen. Trainiert wird Burgheim dann von Maria Reisinger, die vor Jahren schon für den FFC Heike bzw. VfB Rheine in der 1. Bundesliga als Stürmerin ungewöhnlich erfolgreich war.
„Ich will einfach mal gucken, was für mich persönlich sportlich drin ist“, signalisierte die 23-jährige Studentin für Germanistik und Philosophie bereits früh, dass sie nach neuen sportlichen Herausforderungen strebt. Mit der Westfalenliga, also der vierthöchsten Liga, wollte sie sich nicht mehr zufrieden geben. Dieses teilte sie dann auch frühzeitig ihrem aktuellen Trainer Ralf Spanier.
Und der war es dann auch, der den Kontakt zu Maria Reisinger herstellte und dafür sorgte, dass Burgheim schon im März zu einem Probetraining nach Gersten fahren durfte. Dort überzeugte sie offensichtlich auf Anhieb, schon vor einigen Wochen wurden sich beide Parteien über einen Wechsel handelseinig. In der vergangenen Woche am Mittwoch absolvierte Burgheim dort noch einen Leistungstest.
Dennoch wird Romina Burgheim, die in Münster wohnt, zum Saisonstart im September den Meppenerinnen definitiv fehlen. Denn beim 3:2-Erfolg der Hauenhorsterinnen am Ostermontag gegen Oeding zog sich die 23-Jährige einen Kreuzbandriss im linken Knie zu, die ihren sportlichen Tatendrang zunächst mal für Monate stoppt. Doch schon im Oktober will sie ihre ersten Tore in der 2. Liga schießen.


Bundeswehr Nationalmannschaft der Frauen macht Station in Hauenhorst

12.04.2011

MZKerstin Stegemann kommt mit der Bundeswehr-Auswahl - von Lars Johann-Krone

HAUENHORST Eine schöne Abwechslung zum Trainingsalltag gibt es am Dienstagabend um 19.30 Uhr für die Fußballerinnen des SV Germania Hauenhorst. Die Bundeswehr-Nationalmannschaft um Trainerin Kerstin Stegemann kommt zu Besuch, um ein Testspiel beim Westfalenligisten zu bestreiten.

Die Mannschaft der 191-fachen Nationalspielerin Stegemann, die ihre Karriere vor knapp 18 Jahren in Hauenhorst begann, logiert derzeit in der Bundeswehr-Sportschule in Warendorf, um sich auf die Weltspiele der Militär-Mannschaften vorzubereiten. Die finden vom 13. bis 24. Juli im brasilianischen Rio de Janeiro statt.
Zurück zu den Wurzeln heißt es also für „Stege“, die als Nationaltrainerin die Möglichkeit hat, alle Fußballerinnen in ihrem Team einzusetzen, die für die Bundeswehr tätig sind und in einem Verein Fußball spielen, einschließlich der Fußballerinnen aus der 1. und 2. Bundesliga.
Da die Vereine der höchsten Frauen-Spielklassen allerdings noch im Ligabetrieb oder international aktiv sind, dürften die großen Stars in Hauenhorst noch nicht auflaufen. „Derzeit sind ungefähr acht Spielerinnen bei uns in Warendorf, die auch mit nach Brasilien reisen werden“, verriet Nationalmannschafts-Teammanager Frank Woycke.
Personalprobleme hat die Nationalelf aber nicht. 20 Spielerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet hat Stegemann derzeit im Lehrgang, der am Freitag endet. Corinne Holtgräve zählt ebenfalls zum Team, das in der Lehrgangs-Woche ordentlich schwitzen muss. „Wir fahren die Belastung schon richtig hoch. Da wird sich die eine oder andere noch umschauen. Aber beim Turnier in Rio wird die Belastung ja auch groß sein“, erklärt Stegemann.
Die 33-Jährige möchte in diesem Jahr besser abschneiden als 2010 bei der WM in Frankreich. Fünfter wurden die Deutschen damals. Das Halbfinale soll es in Brasilien mindestens werden.
„Viel hängt aber auch davon ab, wer im Kader steht“, so Stegemann. In Hauenhorst fehlen sie noch. In Brasilien stehen aber Bundesliga-Spielerinnen wie Jennifer Zietz, Nadine Keßler, Conny Pohlers oder Bianca Rech zur Verfügung. So zählt Deutschland neben Süd- und Nordkorea sowie Frankreich und den Niederlanden auch zu den Favoriten.
Auch wenn noch viele Hochkaräter im DFB-Team fehlen, weiß Ralf Spanier, der Trainer der Fußballerinnen des SV Germania Hauenhorst, dass die Bundeswehr-Kickerinnen Qualität besitzen: „Wenn das Team so im Liga-Betrieb mitspielen würde, hätte es im Durchschnitt bestimmt oberes Regionalliga-Format, vielleicht noch mehr.“
Angst, dass ihre Mannschaft in Hauenhorst völlig unterfordert ist, hat Stegemann jedoch nicht: „In Hauenhorst spielen ja auch ehemalige Bundesliga-Spielerinnen. Das ist eine gute Mannschaft.“
Lob von Stegemann, die Spanier aus ihrer gemeinsamen Zeit beim FFC Heike kennt. Der Kontakt war darum schnell hergestellt – das Testspiel vereinbart. „Eine schöne Abwechslung“, so Spanier. „Wir stecken ja schon in der Schlussphase der Saison. Wir wollen in diesem Spiel einfach etwas Spaß haben und den Reserve-Spielerinnen Einsatzmöglichkeiten geben.“
Motiviert dürften alle Germania-Fußballerinnen sein. Schließlich hat auch Stegemann selbst einen kurzen Einsatz im Team angekündigt.


Rücktritt von Claus Fischer - Teil 3

12.04.2011

MVClaus Fischer: „Ich wollte ein klares Signal senden“ - VON JÜRGEN WESTHOFF

Rheine. Wenn in den Profiligen ein Trainer entlassen wird, erregt das kaum noch öffentliches Aufsehen. Geht ein Trainer von sich aus, wie beispielsweise Armin Veh in Hamburg, geschieht dies jedoch umso mehr. Trainerentlassungen während der Saison sind in den Amateurligen eher selten, selbst eingereichte Kündigungen der Übungsleiter ungewöhnlich. Beim Bezirksligisten Germania Hauenhorst wagte Claus Fischer diesen Schritt und dankte sieben Spieltage vor Ende der Saison ab.
Das kam überraschend, denn die Spielzeit ist für die Germania gelaufen, der Abstieg besiegelt. Fischer und der Verein hätten ihre Zusammenarbeit zum Saisonende beendet, Jochen Jahnke übernimmt. Warum entschloss sich Fischer, ein Hauenhorster Urgestein, dennoch zu diesem Schritt?
„Ich wollte ein klares Signal an die Mannschaft senden. So wie sie sich gegen Hopsten präsentiert hat, war das für mich nicht mehr akzeptabel. Die Jungs spielen nicht nur für sich, sie sind auch Repräsentanten des Vereins. Die Außendarstellung war zuletzt miserabel, damit konnte ich mich nicht identifizieren. Leider hat meine Kündigung zumindest beim Spiel in Wettringen seine Wirkung verfehlt“, erläuterte Fischer. Der Gedanke, die Saison nicht als Trainer zu beenden, kam schleichend. „Eine Verabschiedung mit Blumenstrauß wäre mir auch lieber gewesen, doch ich habe gemerkt, dass mein Einfluss immer geringer wurde. Klare Vorgaben von mir wurden auf dem Spielfeld nicht umgesetzt“, monierte Fischer.
Bis in den letzten Wochen hinein hatte die Germania eigentlich immer gut mitgespielt, sich nur knappe Niederlagen eingefangen. Doch zuletzt ließ die Gegenwehr immer mehr nach. „Mir haben einfach Spieler vom Schlage eines Christian Heuvers gefehlt“, kritisierte Fischer. Deshalb konnte dann die zwischenzeitliche Reaktivierung von André Reinke auch nichts mehr wirklich retten.
Angefangen hatte eigentlich alles damit, dass nach dem Aufstieg sieben Stammspieler nicht mehr zur Verfügung standen. Sven Mersch, Daniel Kühs, die Tormaschinen vom Dienst, André Reinke, Andreas Orant, Christian Brinkschmidt, André Kohne und Boris Vandeck verschwanden vom Spielberichtsbogen. Da es zur Vereinsphilosophie gehört, kein Geld an Spieler zu zahlen, hielt sich die Ausbeute an Neuzugängen in Grenzen und blieb überschaubar.
Die Mannschaft war vom Start weg nicht konkurrenzfähig, und das hat bei Fischer Narben hinterlassen. „Ich wollte mich aber auf keinen Fall vor den letzten Spielen drücken. Im Gegenteil, ich bedanke mich bei Germania Hauenhorst, dass ich hier eine derart schöne Zeit haben durfte“, meinte der Trainer. Er habe am vergangenen Freitag ein gutes Gespräch mit Obmann Christian Smit geführt und ihm seine Position erläutert. Auch die Mannschaft habe seinen Entschluss gefasst aufgenommen. Sein Co-Trainer Markus Kampka macht an der Seite von Christian Smit bis zum Saisonende weiter und wird auch Jochen Jahnke unterstützen. Fischer hingegen gönnt sich jetzt eine einjährige Auszeit, um dann eventuell mit voller Kraft eine neue Aufgabe anzugehen.


Rücktritt von Claus Fischer - Teil 2

12.04.2011

Am Rande der Bande - Respekt, Claus - von Christoph Niemeyer

Claus Fischer hat bei den Germanen seinen Trainerjob geschmissen. Respekt dafür. Der Coach merkte spätestens in der Halbzeitpause des Nachholspiels gegen Hopsten, dass er sein Team nicht mehr erreicht. Dass die Mannschaft ihm nicht mehr folgt.

Fischer wollte zur zweiten Halbzeit einen anderen Keeper einwechseln, den verunsicherten Christian Körting erlösen und Dennis Fischer zwischen die Pfosten stellen. Doch die Mannschaft wollte nicht.

Ohnehin fiel die Kabinenpredigt sehr kurz aus. Gefühlte zwei Minuten. Mehr waren es nicht. Dann war Fischer wieder draußen. Er wollte seiner Truppe Zeit lassen, dass sie sich - nach der desaströsen ersten Hälfte gegen Hopsten - zusammen reißt, wenigstens in den zweiten 45 Minuten eine ordentliche Leistung abliefert. Das gelang zumindest phasenweise.

Doch zu retten war nichts mehr. So wie auch die Germania nicht mehr zu retten ist bei 16 Punkten Rückstand aufs rettende Bezirksliga-Ufer. Eigentlich von Anfang an nicht zu retten war, nach dem enormen Qualitätsverlust im Vergleich zur Aufstiegs-Mannschaft. Dass es Claus Fischer trotzdem versuchte, auch dafür gebührt ihm Respekt.

 


Rücktritt von Claus Fischer

09.04.2011

Am späten Freitagabend trat Claus Fischer als Trainer der 1. Mannschaft zurück.

Die Onlineausgaben der Münsterländischen Volkszeitung und Münsterschen Zeitung berichteten noch am späten  Abend kurz.

MZVon Lars Johann-Krone

Claus Fischer zieht die Reißleine und geht

Hauenhorst Die Bilanz des Bezirksligisten SV Germania Hauenhorst war schlecht. Die jüngsten Ergebnisse machten überhaupt keine Hoffnung mehr auf Besserung, der Abstieg ist die logische Konsequenz und steht darum unmittelbar bevor. In dieser Situation hat Trainer Claus Fischer die Reißleine gezogen. Er gab am Freitagabend seinen Rücktritt als Trainer des Aufsteigers bekannt.
Claus Fischer hätte nach dieser Saison ohnehin das Amt als Germanen-Coach abgegeben, nun legt er es mit sofortiger Wirkung nieder.
Ein Grund für seine Entscheidung war sicher auch die desolate 0:3-Niederlage am Donnerstag im Nachholspiel gegen Hopsten. „Bodenlos“, nannte er die Leistung seiner Truppe da nur. Vielleicht schimmerte da schon seine Entscheidung durch. „Ich möchte damit der Mannschaft Gelegenheit geben, den Rest der Saison mit Anstand zu Ende zu bringen“, erklärte Fischer seinen Schritt.
Das Training übernimmt bis zum Saisonende der bisherige Fußballobmann und Co-Trainer Christian Smit. Er wird das Team auch am Sonntag bei Vorwärts Wettringen schon betreuen. Nach der Sommerpause wird dann Jochen Jahnke das Team als Trainer übernehmen. Er muss es – höchstwahrscheinlich in der Kreisliga A - wieder aufrichten

MVVON WERNER ZERETZKE

Trainerwechsel: Christian Smit für Claus Fischer

Rheine. Claus Fischer ist nicht mehr Trainer beim Tabellenletzten der Fußball-Bezirksliga, Germania Hauenhorst. Der Verein teilte am Freitagabend um 20.37 Uhr per Mail kurz mit: „Der Trainer Claus Fischer ist heute mit sofortiger Wirkung von seinem Traineramt als Trainer der 1. Mannschaft zurück getreten. Er möchte damit der Mannschaft Gelegenheit geben, den Rest der Saison mit Anstand zu Ende zu bringen. Das Training übernimmt bis Saisonende der bisherige Fußballobmann und Co-Trainer Christian Smit.“

 

 

 


Norbert Tillar und das Spiel gegen Hauenhorst

24.03.2011

MZInterview: Florian Habersack

Es ist Sonntag der 3. Oktober 2010. Zwischen Germania Hauenhorst und dem FC Eintracht Rheine II steht es 4:4. Die 93. Minute läuft. FCE-Spieler Ricardo Gomes liegt verletzt am Boden – Hauenhorst spielt den Ball ins Aus. Den anschließenden Einwurf nutzt der FCE zum 5:4 durch Julian Krause. Eine unfaire Aktion, für die sich FCE-Coach Norbert Tillar sofort entschuldigt. Am Sonntag treffen beide Teams wieder aufeinander.

Herr Tillar, haben Sie an das Spiel in Hauenhorst gedacht, als Sie am vergangenen Samstag das 1:1 der Mainzer beim BVB gesehen haben?
Ich habe es nicht gesehen, aber natürlich davon gehört. Ehrlich gesagt nervt es mich aber, immer wieder auf diese Szene von damals angesprochen zu werden. Die Aktion meiner Spieler war nicht in Ordnung – ich habe mich entschuldigt. Irgendwann muss so ein Ding auch mal vergessen sein. Hauenhorst hätte den Punkt sicher verdient gehabt, aber Tabellenletzter wären sie auch so heute.

Hauenhorst ist Letzter und hat das Spiel sicher noch im Hinterkopf. Wird es eine gefährliche Partie für den FCE?
Ich habe meinen Jungs gesagt, dass es das schwerste Spiel wird, das wir in der Rückrunde noch haben. Denn natürlich wird Hauenhorst wegen dieser Szene hoch motiviert ins Spiel gehen. Für die ist es wohl das letzte Highlight dieser Saison. Und außerdem sind sie bei weitem nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz aussagt.

Für den FCE ist eine wichtige Partie. Nach oben ist noch einiges möglich.
Die nächsten drei Spiele können vorentscheidend sein. Gelmer hat noch alle Topteams vor der Brust, muss in vier Wochen gegen Borghorst ran. Wir haben beide Partien gegen Lotte und Borghorst bereits hinter uns. Das Restprogramm ist machbar. Mal sehen, was geschieht.

Wird es gegen Hauenhorst wieder und wie zuletzt gegen Wacker ein 5:4-Schützenfest geben?
Für mein Nervenkostüm wäre das nicht gut. Dieses Hin und Her in einem Spiel ist auch für einen Trainer anstrengend. Aber trotzdem rechne ich meinen Jungs hoch an, dass sie diese Spiele gewonnen haben. Wir haben in den fünf Partien vor dem Spiel gegen Wacker nur drei Gegentore kassiert.

Warum dann dieser Rückfall? Neun Tore klingt nicht nach Bezirksliga.
Gute Frage, manchmal verstehe ich meine Mannschaft selbst nicht. Neun Tore in einem Spiel sind schon verrückt. Zum Glück hat der Gegner immer noch einen Fehler mehr gemacht als wir. Aber egal: In der Rückrunde haben wir einen Punkteschnitt von 2,5, das ist enorm.


SVG-Fußball-Obmann Christian Smit: "Kaum noch zu schaffen"

02.03.2011

mzVon Tobias Nordmann

HAUENHORST Germania Hauenhorst hat den Tiefpunkt in einer enttäuschenden Bezirksliga-Saison erreicht. Nach der 2:3-Pleite gegen Nordwalde ist das Team von Trainer Claus Fischer Letzter, hat zehn Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und zwei Partien mehr ausgetragen als die Teams, die derzeit über dem Strich stehen. Die MZ sprach mit Fußball-Obmann Christian Smit über die Talfahrt und Perspektiven des Clubs.

Herr Smit, 2:3 verloren, zehn Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Ist Germania noch zu retten?
Smit: Wir haben am Wochenende erneut ein vorentscheidendes Spiel verloren, wie schon zuvor gegen Mecklenbeck. Das waren Sechs-Punkt-Spiele für uns. Realistisch betrachtet ist der Klassenerhalt kaum noch zu schaffen.

Ist Hauenhorst denn wirklich so schlecht, wie es der 16. Tabellenplatz aussagt?
Smit: Nein, das glaube ich nicht. In vielen Begegnungen waren wir mindestens gleichwertig, oder sogar besser. So auch gegen Nordwalde. Da kann ich den Jungs gar keinen Vorwurf machen, außer dass sie ihre Torchancen nicht nutzen.

Beim Blick auf die Statistik wird aber ein ganz anderes Problem deutlich: 45 Gegentore, damit sind Sie die Schießbude der Liga.
Smit: Unsere sportliche Situation nur an der Abwehr festzumachen wäre, zu einfach. Es gab nur wenige Spiele, in denen wir richtig viele Gegentreffer kassiert haben, so beim 0:5 in Mecklenbeck. Aber es ist auch richtig, dass wir es nicht hinbekommen, auch einmal zu-Null zu spielen. Wir machen zu viele individuelle Fehler. Ich denke aber, dass es bei uns eher an der Chancenverwertung liegt. Wir lassen zu viele Möglichkeiten aus.

Sie sind in überragender Manier aus der Kreisliga aufgestiegen. Haben Sie eine Erklärung, warum es eine Liga höher so gar nicht läuft?
Smit: Wir wussten, dass es eine schwere Saison für uns wird. Das wir aber nach 18 Spieltagen bereits so weit abgeschlagen sind, war nicht zu erwarten. Wir sind in vielen Belangen unterlegen, vor allem in puncto Erfahrung. In einigen Spielen waren wir zu „grün“. Vor der Saison haben wir gedacht, dass wir das mit Kondition und Athletik kompensieren könnten. Hinzu kamen im Verlauf der Saison große Verletzungsprobleme.

Sind Sie zu blauäugig in die Bezirksliga gestartet?
Smit: Im Nachhinein lässt sich das vielleicht sagen. Aber ich denke nicht grundsätzlich, denn wir haben eine andere Philosophie als viele Vereine. Wir setzen nicht auf teure, auswärtige Spieler, sondern vertrauen lieber auf die eigene Jugend. Diesen Weg werden wir auch mit dem neuen Trainer Jochen Jahnke in der nächsten Saison fortsetzen.

Und dabei viele Spieler aus dem aktuellen Kader mitnehmen?
Smit: Bis auf Andre Reinke – der zu den Alten Herren wechselt – haben alle Spieler für nächstes Jahr zugesagt, das spricht für sich. Wir haben einen tollen Teamgeist.

Der hat auch durch die Niederlagenserie nicht gelitten?

Smit: Nein, der Einsatz der Jungs stimmt in jedem Spiel, auch im Training hängen sie sich immer voll rein. Klar war die Mannschaft nach den Niederlagen enttäuscht und weiß, dass unser Ziel, der Klassenerhalt, fast nicht mehr zu erreichen ist. Trotzdem wollen alle die Saison noch ordentlich zu Ende spielen.

 


Berichte von den Hallenkreismeisterschaften der Frauen 2011

01.02.2011

Die Presse berichtet in ihren Onlinemedien über die Hallenkreismeisterschaft wie folgt:

MV© Münsterländische Volkszeitung - VON VERA SZYBALSKI

 

Borghorst - Die Regionalliga-Mannschaft des 1. FFC Heike Rheine hat am Sonntag die Hallenkreismeisterschaften 2011 gewonnen. Im Finale setzten sich die Rheinenserinnen gegen den SV Germania Hauenhorst mit 3:1 durch.
Schon von Beginn an machte der Topfavorit auf den Titel klar, dass er dieses Turnier gewinnen wollte. Dementsprechend eindeutig verlief die Vorrunde. Rheine entschied alle vier Spiele für sich - ohne ein Gegentor zu kassieren. FFC-Coach Uwe Kitroschat war „mehr als zufrieden“ mit seinen Mädels, die insgesamt gesehen nur zwei Treffer zulassen mussten.
Das Halbfinale aber wurde für den Regionalligisten beinahe zum Stolperstein. Kraftlos und etwas müde wirkten die Rheinenserinnen im Duell mit Preußen Borghorsts Frauen, die im Halbfinale ihre beste Leistung abriefen. Relativ früh führte Heike Rheine durch einen Treffer von Hanna Tegelmann, der SCP war aber drauf und dran, das Ergebnis noch zu korrigieren. Im Endeffekt hatte er aber nichts mehr entgegen zu setzen.
Quasi im Gleichschritt mit Heike Rheine spielte der SV Germania Hauenhorst. Das von Rheine-Trainer Kitroschat vorher als „absoluter Turnierfavorit“ bezeichnete Team spielte sich ebenfalls locker durch die Vorrunde und auch das Halbfinale gegen Eintracht Rodde, das mit 5:0 gewonnen wurde, stellte keine Hürde dar.
Im Finale machte die junge Truppe von FFC-Coach Uwe Kitroschat es gegen Westfalenligist Germania Hauenhorst noch mal ein wenig spannend. Sekunden nach dem Anpfiff erzielte Irena Geric die Rheiner Führung, die kurz darauf von Melanie Reinhold egalisiert wurde. Lange Zeit ging es hin und her, ehe Ines Reinicke und erneut Geric Germania den Knock-out versetzten.
Insgesamt ein verdienter Erfolg für das junge Team von Heike Rheine, bei dem die Westfalenauswahl-Spielerinnen in der Mannschaft des 1. FFC laut Kitroschat „den Unterschied ausgemacht haben.“
Kreispokalspielleiter Manfred Bröker übernahm die Siegerehrung, bei der für den Sieger aus Rheine von der Sparkasse gesponserte 300 Euro heraussprangen. Germania Hauenhorst bekam als Turnierzweiter immerhin 200 Euro, der SCP als Dritter 150 Euro, Eintracht Rodde 100 Euro. Als beste Torhüterin wurden Tessa Schärling (SF Gellendorf), als beste Torschützin Romina Burgheim (10 Tore / Germania Hauenhorst) geehrt.

 

MZVon Malena Reimelt

Erst im Endspiel zeigten die Frauen der beiden Finalisten Nerven. Bis dahin spielten sie überlegen und souverän und ließen ihren Gegnern keine Chance. Rheine zog sogar ohne Gegentor ins Finale ein.

Nur Sekunden nach dem Anpfiff gingen die Rheinenser durch einen Treffer von Irena Geric in Führung und ließen beim Gegner eine kurze Phase der Verunsicherung aufkommen. Doch Hauenhorst hatte sich schnell wieder gefasst, Melanie Reinold glich zum 1:1 aus. Der Turniersieg war umkämpft, doch Rheine hatte auch das nötige Quäntchen Glück. Ines Reinicke und erneut Geric sorgten für den 3:1-Endstand. Jubelnd fiel sich die Regionalliga-Truppe vom FFC nach dem Abpfiff um den Hals.

Für die Damen des SC Preußen Borghorst endete die HKM mit dem dritten Platz. Im Halbfinale mussten sie sich trotz einiger guter Chancen Heike Rheine mit 0:1 geschlagen geben.
Das Spiel um Platz 3 entschieden sie jedoch klar für sich. Schon in der 3. Minute erzielte Spielführerin Linda Bertke, die in allen Partien eine sehr gute Leistung zeigte, das 1:0. Judith Finke erhöhte kurz darauf auf 2:0. Nach einer Vorlage ihrer Cousine Kathrin traf Kira Artmann ins gegnerische Tor und steuerte auch das 4:0 bei. Den 4:1-Endstand besorgte Roddes Lena Geers. „Mit dem 3. Platz können wir zufrieden sein. Insgesamt haben wir eine gute Hallensaison gespielt und können jetzt in die Rückrunde starten. Unser Ziel ist es wieder weiter vorne mitzuspielen“, zog die SCP-Spielführerin Linda Bertke ein positives Resümee.
Heinz-Bernd Buss von der Kreissparkasse Steinfurt und Kreispokalleiter Manfred Bröker nahmen die Siegerehrung vor. Tessa Schärling von den SF Gellendorf wurde zur besten Torhüterin des Turniers gewählt. Aus den Reihen des Vizemeisters Germania Hauenhorst stammt die beste Torschützin: Mit zehn Treffern heimste Romina Burgheim den Pokal und eine Flasche Sekt ein. Heinz-Bernd Buss betonte nach der Siegerehrung, dass „der Frauenfußball in den letzten Jahren professioneller geworden ist – sowohl in der Organisation als auch auf dem Spielfeld“.
Für die 2. Mannschaft des SCP war das Turnier nach der Vorrunde zu Ende. Mit einem 2:1-Sieg gegen Gellendorf und drei Niederlagen gegen höherklassige Teams waren sie dem Niveau der anderen Mannschaften nicht gewachsen.

 

Auch der 1. Vorsitzende vom FFC Heike Rheine - Alfred Werner - verfasste in der Münsterländischen Volkszeitung Rheine einen nicht ganz der Wahrheit entsprechenden Artikel. Ist ja auch schwer, aus Rheine die richtige Sichtweise zu haben, wenn man die Halle nicht von innen sieht. Fraglich ist eigentlich nur, ob die Münsterländische Volkszeitung den 1. Vorsitzenden für seine Berichterstattung bezahlt? Hier nun der Artikel:

VON ALFRED WERNER

FFC Heike Rheine freut sich über den Titel Hallenkreismeister

Burgsteinfurt. Verdient errangen die Regionalliga-Frauen des FFC Heike Rheine am Sonntag den diesjährigen Hallenkreismeistertitel. Und das, obwohl sie mit Anke Patzelt und Marie Gosewinkel auf zwei Top-Spielerinnen verzichten mussten und mit Lena Gosewinkel, Theresa Löderbusch, Hanna Tegelmann und Sina Lütke-Harmölle vier Spielerinnen seit Freitag bei der Westfalenauswahl in Kaiserau waren.
Sie reisten am Sonntag erst verspätet nach Steinfurt an und wurden deshalb nur sporadisch eingesetzt. Dafür sprangen die „Routiniers“ in die Bresche und waren in den Gruppenspielen von den niederklassigen Gegnern nicht zu bremsen.
Zum Auftakt gelang gegen Arminia Ochtrup ein 7:0-Sieg, wobei sich Ines Reinicke (3), Meike Grotke (2), Irena Geric und Anja Müller in die Torschützenliste eintrugen. Im Spiel gegen den TuS St. Arnold fehlte dem Team ein wenig die Konzentration, weit mehr als die geschossenen drei Tore waren möglich. Henrike Zollfrank (2) und Ines Reinicke sorgten für die entscheidenden Treffer. Gegen den FC Lau-Brechte gab es nach Toren von Meike Grotke, Irena Geric, Ines Reinicke und Henrike Zollfrank einen ungefährdeten 4:0-Sieg, und auch im letzten Gruppenspiel gegen Eintracht Rodde blieb das Heike-Team ohne Gegentor. Meike Grotke, Hanna Tegelmann, Irena Geric und Lena Gosewinkel waren zum erneuten 4:0 erfolgreich.
Mit vier Siegen und einem Torverhälnis von 18:0 zog Heike damit ins Halbfinale ein. Darin traf das Kitoschat-Team auf Preußen Borghorst. Mit einem knappen 1:0, das Hanna Tegelmann nach einer Ecke erzielte, gelang der Einzug ins Finale. Uwe Kitroschat war mit der Halbfinalleistung seiner Mannschaft gar nicht zufrieden, spielte sein Team doch gegen die starken Preußinnen undiszipliniert und hätten durchaus verlieren können.
Im Endspiel gegen die „Heike-Filiale“ aus Hauenhorst waren Reinicke, Grotke und Co. jedoch wieder voll und ganz bei der Sache und gewannen verdient mit 3:1. Schon nach zehn Sekunden führte der FFC nach einer Traumkombination mit 1:0. Vom Anstoß kam der Ball über Henrike Zollfrank, Ines Reinicke und Irena Geric zu Hanna Tegelmann, die mustergültig zur Führung verwandelte. Nach einer Unkonzentriertheit von Heike Torfrau Catharina dos Santos kam Hauenhorst zum zwischenzeitlichen Ausgleich, doch Ines Reinicke und Irena Geric sorgten mit ihren Toren zum 2:1 und 3:1 für klare Verhältnisse. Daran änderte auch eine Zeitstrafe gegen Sinah Lütke-Harmölle nichts, denn auch in Unterzahl brachte der FFC Heike die 3:1-Führung sicher über die Zeit.